UBB FSEGA
Der Deutschsprachige Studiengang

"Alle möchten Chef sein..."

... sagen manche und schütteln den Kopf, ohne eigentlich zu wissen, was sie meinen. Aber bei solchen Gelegenheiten wird es allen Kerlen mit gesundem Verstand nicht mehr in den Sinn kommen, Chef zu sein.


Was ist aber ein Chef? Zahlreiche Sachen kommen dabei, uns interessieren aber nur solche, die etwas mit dem Studentenleben zu tun haben: was ist ein Studiengangschef, bzw. ein Gruppenchef. Oder richtiger, wie sie auch offiziell genannt werden: ein Jahresvertreter, bzw. ein Gruppenverantwortliche.


Die offiziellen Namen sagen schon viel darüber: es geht um viel Verantwortlichkeit, es geht um Verzicht auf die eigene Zeit und das eigene Wohl für das allgemeine Wohl, und so weiter.


Welche Verantwortungen ein Jahresvertreter hat und wie er gewählt wird kann man auch hier herausfinden, unter anderen nützlichen Informationen. Die Tätigkeit der Gruppenverantwortlichen ist nicht offiziell beschrieben, aber es besteht aus fast den selben Verantwortungen, und noch einigen. Praktisch bedeutet es, dass der Jahresvertreter sehr oft einer der Gruppenverantwortlichen ist.


Wenn man sich alle diese Verantwortungen überlegt, ist es kein Wunder, dass niemand mehr Chef sein möchte. Und trotzdem, diese Personen existieren und sind für alle Gruppen und Studienjahre tätig. Einige aus ihren Gedanken über diese Tätigkeit kann man unten lesen:


Georgiana-Mariana Bălan, 2 EFG - Gruppenverantwortliche Gruppe 1 EFG, 2014/2015 und 2015/2016; Jahresvertreter, 2015/2016


Jeder Anfang bringt damit etwas Neues. Die selbe Sache kann ich über die Studentenvertreterfunktion sagen. Seit dem ersten Jahrgang bin ich Gruppeleiterin bei der Spezialisierung Betriebswirtschaftslehre der deutschsprachigen Studienrichtung.


Wer kann Gruppeleiter sein? Jeder Student kann diese Funktion besitzen. In meinem Fall war es einfach: meine Kollegen haben mich ausgewählt, weil sie meine Organisatoreigenschaften entdeckt haben und weil ich freundlich und hilfsbereit bin. Am Anfang habe ich nicht gewusst, was dieser Titel bedeutet, aber ich habe es mit der Zeit gelernt: man muss die Verträge von alle Kollegen sammeln, um sie der Frau Sekretärin abzugeben, man muss zusammen mit den anderen Studenten der Spezialisierung die Daten für die Prüfungen bestimmen, man muss die Studenten ständig über die neuesten Sachen informieren, die von den Professoren bekommen werden.


Für einige Personen kann das eine Arbeit, die viel Zeit nimmt, scheinen, aber es hat einen sehr großen Vorteil, und zwar man kommt in Kontakt mit sehr vielen Personen, sowohl Studenten, als auch Professoren.


Simina Miu, 2 EFG - Gruppenverantwortliche Gruppe 2 EFG, 2014/2015; Jahresvertreter, 2014/2015


Während des akademischen Jahres 2014-2015 war ich von meinem Kollegen als Jahresvertreter ausgewählt. Diese Stelle bedeutet viel Verantwortung.


Eine von diesen Verantwortungen war, dass ich immer Kontakt mit den Professoren und mit dem Sekretariat haben musste. In dieser Periode hatte ich die Gelegenheit, meine Kollegen und Professoren besser kennenzulernen.


Eine andere Aufgabe, die ich hatte, war, verschiedene Unterlagen für das Sekretariat zu sammeln. Ich musste immer meine Kollegen über Veränderungen im Programm benachrichtigen. So hatte ich die Chance, jeden meiner Kollegen persönlich kennenzulernen.


Auch wenn es scheint, dass es ein zusätzlicher Stress ist, und viele fürchten sich, diese Verantwortung zu übernehmen, für mich war das eine unvergessliche Erfahrung. Ich habe mehr Selbstvertrauen, ich habe gute Freunde gewonnen und für mich war das ein außergewöhnliches akademisches Jahr.


Diana Șerban, 3 EAIG - Gruppenverantwortliche EAIG 2014/2015 și 2015/2016; Jahresvertreter 2015/2016


Offiziell wurde ich als Jahresvertreterin am Anfang des zweiten Studienjahres gewählt, als wir erfuhren, dass unsere ehemalige Leiterin in einer anderen Stadt umgezogen ist. Es war mit den Kollegen vereinbart, angesichts der Tatsache, dass ich auch bevor mit alles, was die Universität betraf, beschäftigt war. Unsere ehemalige Leiterin hatte sich für diese Aufgabe angeboten, aber sie hat seine Verantwortungen kaum erfüllt. Darum sprachen auch die Professoren am meisten mit mir.


Wenn man den Jahresvertreter wählt, sollte man die Anwesenheit der Person beachten, weil häufig die Professoren und die Frau Sekretärin mit dem Person sprechen möchten oder Materialien für den Kollegen schicken. Wahrscheinlich die wichtigste Sache ist, einen Student zu wählen, der verantwortlich ist. Der Leiter/Leiterin soll eine Person sein, die keine Probleme hat, Professoren anzusprechen und mit ihnen zu kommunizieren. Wenn er/sie Entscheidungen trifft, muss diese Person an das Wohl der ganzen Gruppe denken.


Diese Verantwortung impliziert nicht viele Sachen, aber es ist wichtig, diese zu erfüllen. Alles beginnt mit der Kommunikation mit den Professoren und der Frau Sekretärin; sie sollten nicht zögern, mit der Frau Sekretärin zu sprechen, denn sie ist immer bereit, ihnen zu helfen. Ein anderes Aspekt, mit dem sich der Jahresvertreter befassen muss, ist, zusammen mit den anderen Kollegen, die Prüfungstermine festzulegen. Manchmal muss diese Person auch das Geld, für verschiedene Bücher, die man bei Vorlesungen braucht, von den Kollegen sammeln oder Materialien, die er/sie auf Mail bekommen hat, der ganzen Gruppe weiterschicken.


Es gibt nicht viele Sachen, mit denen sich der Leiter des Jahres beschäftigen muss, aber er soll so oft wie möglich in die Uni gehen, denn sonst wird er/sie nicht wissen, was in letzter Zeit geschehen ist oder was den Kollegen und Professoren zu kommunizieren. Es ist jedoch eine Verantwortung, die euch in der Zukunft helfen wird - ihr werdet besser organisierte und fähige Personen sein.


Kristina Hütter, 3 EFG - Gruppenverantwortliche EFG, 2015/2016


Der Gruppenleiter bedeutet für viele meiner Kollegen einer, der alles weiß, aber weil wir Menschen sind, stehen die Sachen nicht genau so. Ich bin Gruppenleiterin nur seit wenigen Monaten - seit die ehemalige Gruppenleiterin diesen ‚Job‘ verlassen hat- weil ich eine der wenigen Studenten bin, die ein Minimum von 95% Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren haben. Was ein zukünftiger Gruppenleiter wissen sollte, ist, dass er/sie viel Zeit investieren muss, um über die neuesten Aktivitäten informiert zu bleiben. Weiterhin muss er/sie meistens einen Mittelweg finden, denn gewöhnlich haben die Studenten verschiedene Meinungen, entweder untereinander oder mit den Professoren. Zum Beginn des Jahres soll er/sie aktiver als die anderen sein, weil es ständig Veränderungen im Stundenplan gibt. Der Gruppenleiter soll jede Frage beantworten, die Studentenausweise sammeln und sie zum Sekretariat bringen, bestimmte Listen vorbereiten u.s.w.


Als Schlussfolgerung, wenn man genug Zeit und etwas Talent dafür hat, warum möchte man es nicht machen: wird man schnell von den Meinungen der “untätigen Spezialisten“ erschrocken, oder möchte man keine Verantwortungen übernehmen?

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