UBB FSEGA
Der Deutschsprachige Studiengang

Der Workshop "Fit für die Zukunft durch Gespräche der Universität mit der Wirtschaft" 2017

 


Bin ich für den Arbeitsmarkt genug vorbereitet? Habe ich die richtigen Kompetenzen, um mich verkaufen zu können? – mit solche Fragen beschäftigen wir uns, die Studenten aus dem 2. Jahrgang, wenn wir uns Sorgen über das Leben nach dem Studium machen.


Am Freitag, dem 3. März haben wir die Gelegenheit gehabt, an diesem Workshop teilzunehmen, der einige unserer Fragen beantwortete. Es waren Gespräche zwischen der Universität und der Wirtschaft zum Thema Welche Kompetenzen der Studienabsolventen benötigt die Wirtschaft?


In der Einleitung, erklärten ihre Meinungen die Vertreter von 3 Städten aus 3 verschiedenen Ländern, die sich in unterschiedlichen Positionen bezüglich der Europäischen Union befinden: Herr Emil Boc, der Oberbürgermeister von Cluj-Napoca, Rumänien (Mitgliedsstaat der EU), Herr Bernd Tischler, der Oberbürgermeister von Bottrop, Deutschland (leitender EU-Mitglied) und Frau Maria Porchuk, Berater des Oberbürgermeisters von Chernivtsi, Ukraine (ein Staat, der EU Mitglied werden möchte). Im Wesentlichen ging es darum, dass große innovative Projekte nur durch die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen, den Universitäten und den Betrieben möglich sind. Als Beispiel wurde Bottrop mit dem Projekt “Innovation City” genommen: eine ehemalige industrielle Stadt ist heute, dank einer solchen Zusammenarbeit, Energie-effizient geworden.


Dann hat uns Herr Daniel Metz, CEO von NTT Data Romania, erklärt, wie sich während der Zeit die Erwartungen der Arbeitnehmer verändert haben: einmal wollten die Arbeitnehmer einfach gute Arbeitsbedingungen, heute geht es aber um das soziale Engagement der Unternehmen, um wie die Unternehmen ihre Angestellten behandeln und um ihre eigene Entwicklungsmöglichkeiten. Mit klaren Kenntnissen über die Anforderungen der Angestellten können die Unternehmen die Welt zur Digitalisierung leiten, aber dafür brauchen sie die Hilfe der Universitäten. Herr Metz hat damit den Universitätsvertretern den Rat erbitten, selbst die Firmen anzugehen, um zukünftige Kooperationen zu ermöglichen.


Nach einer kurzen Pause hat Herr Lekt. Dr. Christian Schuster, Vizepräsident des BBU Senats, eine interessante Idee vorgestellt, und damit ein mögliches Problem aufgebracht: Um Studienabsolventen für die gegenwärtige Anforderungen der Arbeitgeber entsprechend vorzubereiten, braucht die Universität fast 10 Jahre ( 5 für die Planung und die Einsetzung der neuen Studienlinien und Fächer und danach 5 Jahre bis die erste Generation von Studenten absolvieren). Aber die heutigen Anforderungen der Arbeitgeber sind in 10 Jahren gar nicht mehr relevant. Dieses Problem kann mithilfe einer kontinuierlichen Kooperation zwischen der Universität und der Wirtschaft vermeidet werden.


Herr Prof.h.c.Dr. Dieter Grasedieck hat motivierend über die Zusammenarbeit von Mensch und Computern geredet: Computer haben bessere Rechnerkompetenzen, aber nur Menschen haben kognitive und soziale Kompetenzen. Nur Menschen können Menschen begeistern, und Professoren müssen darum die Fachkenntnisse kreativ den Studierenden vorstellen. Wie Einstein gesagt hat “Maß der Intelligenz ist die Fähigkeit zu verändern”, meint auch Herr Grasedieck, dass Kreativität, Flexibilität und soziale Kooperation die wichtigste Kompetenzen sind, die ein Absolvent braucht, um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein. Die Universität bereitet die Studenten für die unbekannte Zukunft vor, was viel Arbeit benötigt und eine große Verantwortung ist; trotzdem gibt es eine klare Verhandlungsweise: man muss die Studenten neugierig machen.


Derselben Meinung ist Herr Ludger Thol, Präsident DWNT (Deutschsprachiger Wirtschaftsclub Nordtransilvanien). Er sagte, dass das erfolgreichste Studententyp der Interessierte und nicht der Streber oder der Karrierenbewusste sei. Er hat auch einige Schlüssel-Fähigkeiten des erfolgreichen Studenten aufgezählt: Fachfähigkeit, Lernkompetenz, Initiative, Eigenverantwortung, zielorientiertes Handeln, Engagement, Teamarbeit und Loyalität. Alle hat er aber in einem Wort zusammengefasst: Beschäftigungsfähigkeit.


Nach der zweiten Kaffeepause hat Herr Konrad Kaschek, Generaldirektor, Bosch Cluj-Napoca, uns seine Meinung erklärt: Märkte werden sich nicht mehr vergrößern, sondern sie werden sich ändern; die Zukunft ist volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig, was er unten dem Begriff VUCA (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity) umfasste. Danach gab er uns einige Ratschläge bezüglich unserer Zukunft: man soll lebenslang lernen, internationale Sprachen lernen, interkulturell tolerant sein, eine digitale Kultur haben und BIG DATA verstehen, in Team arbeiten, Projekte richtig steuern zu können und resilient sein. Aus seiner Erfahrung mit den Japanern teilte er uns mit, dass der Kunde Gott sein sollte, und das Ziel jedes Unternehmens sollte die Befriedigung der Kunden sein. Er meint, dass die wichtigsten Kompetenzen folgende sind: Verantwortlichkeit, selbständig arbeiten zu können, Bewusstheit und Zielorientierung.


Herr Prof. Dr. Oliver Skroch, Hochschule Darmnstadt, Deutschland, hat als wichtigste Fähigkeiten neben den Fachkenntnissen die Soft-Skills und die interdisziplinären Kompetenzen erwähnt.


Im letzten Teil des Workshops haben die Studenten Cristina Samoilă, Iulia Stroilă și Csiki Tamas (3. Jahrgang, BWL) ihre zukünftigen Bachelorarbeiten kurz präsentiert. Auch die Anerkennungspreise Prof. Dieter Grasedieck für die besten Bachelor- und Masterarbeiten in den Jahren 2015 und 2016 wurden den Absolventinnen Raluca Păcurar, Iulia Tudoran, Claudia Pop, Laura Gastone, Teodora Cozma und Codruța Șimandan verliehen.


Als Schlussfolgerungen können wir ziehen, dass wir uns neben der Aneignung guter Fachkompetenzen auch noch persönlich entwickeln sollen: wir sollen fähig sein, auf einen international vernetzten Markt selbstständig zu arbeiten, zielorientiert zu handeln, gut im Team zu arbeiten, gut zu kommunizieren und immer neugierig zu sein.

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