UBB FSEGA
Der Deutschsprachige Studiengang

Gedanken zum Beginn des neuen Universitätsjahres (I)

Dialog mit Frau Prodekanin Prof.Dr. Mihaela Drăgan

Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es viele Insider, die sagen, dass Sie  die "Seele" der deutschsprachigen Studienrichtung an der Fakultät für Wirtschaftswissen-schaften und Unternehmensführung an der Babeș-Bolyai Universität sind. Wie und aus welchen Gründen wurde die deutschsprachige Studienrichtung gegründet? Erzählen Sie uns bitte dazu etwas über deren Anfänge.


Die Babeș-Bolyai Universität Cluj-Napoca hat eine multikulturelle Tradition und europäische Werte: Der Anfang der didaktischen Tätigkeit der Babeș-Bolyai Universität in Klausenburg geht auf das Jahr 1581 zurück. Heutzutage werden hier Studiengänge în 21 Fakultäten angeboten und ermöglicht. Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmensführung wurde 1961 gegründet und ist heute eine der modernsten und dynamischsten Fakultäten der Babeş-Bolyai-Universität. Die Studiengänge mit Bachelor-, Master- und Doktoranden-Niveau orientieren sich an internationalen Standards und setzen Schwerpunkte für moderne und praxisnahe Inhalte. Die Fakultät bietet dazu unter anderem die deutschsprachige Studienrichtung auf Bachelorebene (für das Studienprogramm Betriebswirtschaft/Unternehmensführung in deutscher Sprache) und auf Masterebene (für das Studienprogramm Internationales Management) an.


Der deutschsprachige Studiengang wurde an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmensführung (FSEGA) im Jahr 2002 gegründet. Die deutschsprachigen Studiengänge an der Fakultät lassen sich wie folgt untergliedern:


Auf Bachelorebene



  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen (8 Semester), ab 2002 bis 2008

  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen (6 Semester), ab 2005 bis 2014

  • Betriebswirtschaftslehre (6 Semester), ab 2005  bis  2015

  • Business Administration/Unternehmensführung in deutscher Sprache (6 Semester), ab 2015


Auf Masterebene



  • Internationales Management (2 Semester), ab 2006 bis 2009

  • Internationales Management (4 Semester) ab 2008.


 Die innovative Entwicklung am deutschsprachigen Studiengang bedeutet das Zustandekommen eines neuen Studienprogramms Unternehmensführung in deutscher Sprache. Angeregt nicht zuletzt durch die internationale DAAD-Tagung zum 25jährigen Bestehen der DSG-Programme in MOE/GUS in Bonn 2013 und die dort intensiv diskutierte Option für praxisorientierte Studiengänge, wurde für den neuen Studiengang  an der FSEGA das Angebot eines praxisorientierten  Studiums entwickelt. Laut Beschluss Nr. 3810/28.05.2015 der Nationalen Akkreditierungsagentur auf Hochschulebene in Rumänien wird  das  Studienprogramm Unternehmensführung in deutscher Sprache erstmalig im Studienjahr 2015-2016 angeboten.


Viele Absolventen, die an der deutschsprachigen Studienrichtung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmensführung studiert haben, waren mit dem Studium sehr zufrieden, so als ob sie während des Studiums an einer Uni-versität in Deutschland studiert hätten, ohne in der Regel jemals in Deutschland studiert zu haben. Wie können Sie diese Aussagen erklären? 


Die Ausbildung an unserer Fakultät versucht, unsere Absolventen auf die Anforderungen in einer veränderten Wirtschaftswelt vorzubereiten. Deswegen möchten wir unseren Studenten eine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung im Management-Bereich und im Bereich der Unternehmensführung ermöglichen, die eine fundierte und praxisnahe Lehre erfordert. Dieses Ziel versuchen wir zu erreichen durch eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wirtschaftsumfeld und mit renommierten Universitäten aus den DACH-Ländern.  Die Partner aus der Wirtschaft sind u.a. E.ON, MHP, EBS-an NTT Data Company, MSG-System, Bombardier Transportation, LKW-Walter, SAP, Evalueserve, Office Depot, Genpact und nicht zuletzt der DWNT.  Gleichzeitig fördert die deutsche Abteilung auch die Kooperation mit Universitäten aus dem deutschsprachigen Raum: Universität Wien, Universität Trier, Universität Siegen, Universität Bern,  Freie Universität  Berlin, Universität  Graz, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Fachhochschule Schmalkalden, etc. Im Rahmen der erwähnten Kooperationen gibt es einerseits die Möglichkeit, dass unsere Studierenden einen hervorragenden Einblick in die Studiengänge der deutschen Partneruniversitäten und -hochschulen bekommen und davon profitieren. Andererseits  bekommen  unsere Studenten eine sehr gute fachlich-theoretische Vorbereitung durch die Bereitschaft der Vielzahl von  Gastprofessoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, in unserer deutschsprachigen Fakultät in Klausenburg Blockvorlesungen und Übungen anzubieten  und sie erleben gleichzeitig unterschiedliche Lehrmethoden der Lehrkräfte.


Das Studium an der deutschsprachigen Studienrichtung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmensführung fordert den Studenten mit der  Notwendigkeit, deutsch zu sprechen, einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad ab. Dennoch akzeptieren viele Absolventen von Gymnasien diese Anforderung, wenn sie sich für die deutschsprachige Studienrichtung entscheiden.


Was denken Sie,  was bewegt  die jungen Leute  zu diesem Studium?


Meines Erachtens entscheiden sich die Absolventen von Gymnasien für den deutschsprachigen Studiengang, weil sie nach dem erfolgreichen Abschluss an unserer Fakultät, aber auch während des Studiums, sehr gute Berufschancen bzw- angebote erhalten. Eine aktuelle Statistik am Studiengang zeigt, dass über 500 Absolventen nach ihrem Studium attraktive Berufe wie Projektmanager, Buchhalter, Finanzinvestor, Qualitätsmanager, etc.  ausüben.


Es hat sich daher herumgesprochen, dass sich der „zusätzliche Schwierigkeitsgrad“ der deutschen Sprachkenntnis lohnt, da sich damit für die Absolventen unserer Fakultät gute Berufschancen eröffnen. Investoren aus den DACH-Ländern, die in Rumänien, vor allem in Standorten in Siebenbürgen, ihr Unternehmen gegründet haben, finden hier mit den Absolventen des deutschsprachigen Studiengangs unserer Fakultät gut ausgebildete Fachkräfte.


 [...Fortsetzung folgt]

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