UBB FSEGA
Der Deutschsprachige Studiengang

Mein Jahr als Austauschstudentin in Deutschland und in Südkorea (II)

(Fortsetzung des 1. Teils)


Dongguk-Scholarship Erfahrung in Seoul


Ich bin in Südkorea schon seit fünf Monaten jetzt und ich bin davon völlig begeistert! Weil ich schon früher in Asien war, in China und Japan, war der kulturelle Schock nicht so stark wie bei anderen, aber man trifft sich immer noch nach fünf Monaten ständig mit neuen kulturellen Unterschieden.


Vielleicht fragt man sich: Wie kommt man nach Südkorea? Soweit ich weiß, gibt es mehr als eine Variante für Studenten unserer Fakultät als Austauschstudenten nach Südkorea zu kommen (bei der Sprachen-Fakultät kann man u.a. Koreanisch als Major oder Minor studieren und vielleicht auch darum gibt es einige Partnerschaften mit koreanischen Universitäten). Im Moment sind wir fünf Austauschstudentinnen der Babeș-Bolyai Universität, die in diesem Semester an der Dongguk Universität studieren, aus denen drei zu Hause Koreanisch-Englisch an der Sprachenfakultät in Klausenburg studieren.


Eins der ersten Dinge, die mich nach meiner Ankunft hier beeindruckt hat, war die Größe des Campus, der sich auf einem Hügel befindet. Alle Fakultäten und Gebäude der Universität befinden sich in dem Campus, im Vergleich zu Rumänien, wo größere Universitäten tendieren, Gebäude in unterschiedlichen Plätze zu haben. Die Studenten sind ganz fleißig hier, und viel zu lernen scheint hier die Norm zu sein und das, was von den anderen cool betrachtet wird. Schon am ersten Tag des Schuljahres lernten viele Studenten in der Bibliothek und während der Zwischenprüfungen und Endprüfungen ist die Bibliothek 24/7 geöffnet… und sie ist voll (eigentlich ist sie ziemlich voll die ganze Zeit). Anwesenheit und Pünktlichkeit bei der Vorlesungen sind ganz wichtig: um die Prüfungen schreiben zu dürfen, ist es nicht erlaubt manchmal mehr als drei Abwesenheiten zu haben, und drei Verspätungen werden als eine Abwesenheit betrachtet. Jede Abwesenheit bedeutet für manche Fächer auch -1% der Note.


Viele Studenten reisen 1 – 1.5 Stunden täglich bis zur Uni, denn hier ist es gewöhnlich, dass Studenten bis später mit den Eltern wohnen. Man hat ziemlich viele Hausaufgaben, aber man hat auch Zeit, das Leben zu genießen, und Koreaner machen das ganz gut J. Viele Vorlesungen finden an der Uni in Englisch statt, denn viele Koreaner möchten ihre Englisch-Sprachkenntnisse verbessern, aber auch wegen der vielen internationalen Studenten. Ziemlich viele Koreaner haben selbst im Ausland für eine Periode studiert, in Länder wie Australien, Japan, die U.S.A., und diese Studenten können im Vergleich zu den anderen viel besser Englisch sprechen. Im Vergleich zu den jüngeren Studenten und Erwachsenen, können die Ältere kein Englisch wirklich sprechen. Jedoch kann man sagen, dass die Koreaner freundlich und hilfsbereit sind, und sie freuen sich, wenn sie die Chance haben, ihre Englisch-Kenntnisse mit Ausländern zu üben.


Seoul mit seinen 10 Millionen Einwohnern ist für mich eine Stadt der Widersprüche, in der sich die Leute ganz oft beeilen. Das Land behält noch immer unterschiedliche Traditionen, vielleicht aber weniger in Seoul. Letzte Modelle von Samsung- und iPhone-Handys sind ein must hier und selten scheinen die Leute ihre Handys wegzulassen: auf der Straße, in der U-Bahn, während der Vorlesungen, in Pubs, während sie sich Selfies machen, scheinen oft die Handys die beste Freunde der Menschen zu sein.


Es gibt viele Unterschiede im Vergleich zu Rumänien. Das Essen ist völlig anders: hier isst man viel Reis und ziemlich viel Fleisch und das Essen ist im Allgemeinen ziemlich scharf, mir schmeckt es aber ganz gut. Hier sind Mittagsessen und Abendessen soziale Ereignisse, man isst ganz oft in der Stadt und alleine zu essen ist ein bisschen ungewöhnlich. Ich finde die Art und Weise in der die Fahrer hier fahren völlig chaotisch und ein bisschen erschreckend, aber für Koreaner ist das völlig normal.


Schluß


Neue Plätze, neue Leute, neue Wertsysteme kennenzulernen… das macht das Leben ganz besonders. Als Studenten haben wir jetzt die Chance, ganz einfach für einige Monate im Ausland zu studieren, und neben den wissenschaftlichen Kenntnissen auch andere wertvolle Kenntnisse über uns selbst und über die ganze Welt zu sammeln.


 “Man cannot discover new oceans unless he has the courage to lose sight of the shore.” – André Gide

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