UBB FSEGA
Der Deutschsprachige Studiengang

Wirtschaftswissenschaftenstudenten auf einem Besuch des Europäischen Parlaments, 18.-21. Februar 2018

Die Studenten der deutschsprachigen Studienrichtung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmensführung an der Babeș-Bolyai Universität aus Cluj-Napoca haben an einer Exkursion nach Brüssel vom 18. bis 21. Februar teilgenommen. Studenten und Studentinnen aus dem ersten, zweiten und dritten Jahrgang der FSEGA, organisiert von Drd. Daniela Stanciu, trafen sich am Klausenburger Flughafen, um die belgische Hauptstadt und das Europäische Parlament zu besuchen. Zehn Studenten mussten leider nach Temeswar fahren, um von dort fliegen. Die komplette Gruppe gebildet aus 38 Studenten und Studentinnen traf sich am Hotel van Belle in Brüssel, am Sonntag Abend.


Trotz der kurzfristigen Planung der Reise, sitzen im Flugzeug 38 ungeduldige Studenten die kaum erwarten, auf Charleroi in Brüssel zu landen. Sie haben das Vergnügen, drei Tage lang die schöne belgische Hauptstadt zu entdecken, ihr Hauptziel ist aber am European Youth Seminar zum Thema „Wachstum - Das Wunderheilmittel des 21. Jahrhundert?“ im Europäischen Parlament teilzunehmen. (Cristina Monica Andrei, 3AALG)


 Am ersten Tag waren die Studenten sehr begeistert, die neue Stadt mit ihrer Geschichte und Kultur zu entdecken.


Alles war neu für uns: neue Kultur, Straßen und eine neue Sprache, Französisch. Mit Hilfe einer Karte und mit Standardwörter wie ,,Bonjour!... ou est la rue.. Oui, oui, merci beaucoup!‘‘ haben wir versucht mit den Einwohnern zu kommunizieren. Erstaunlicherweise ist es uns aber gelungen, ohne Worte zu kommunizieren! Die schöne Stadt hat uns indirekt mit ihren alten Gebäuden durch ihrer Schönheit begrüßt”... und wir haben zurück mit ,,Ulalala Brüssel - tu est tres belle!‘‘ geantwortet. (Andreea Vîlcu, 2AALG)


Der zweite Tag der Brüssel-Exkursion war dem Besuch von Museen, öffentlichen Plätzen und Sehenswürdigkeiten gewidmet. Nach einem kleinen Spaziergang zu der Manneken Pis Statue, bewunderten die Studenten die Grand Place, mit ihren prachtvollen gothischen und barocken Gebäuden.


Am Montag hatten wir also Zeit, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besuchen, nähmlich das historische Zentrum und Grand Place, welche Touristen durch ihren Charm, durch die besondere Kombination der verschiedenen Arhitekturstile, vom gothischen Stil bis zum Barock, erfreuen. Die Bronzestatue Manneken Pis ist eines der Wahrzeichen der Stadt Brüssel, genau wie die Schokolade, von welcher wir mehr im Musee du Cacao et du Chocolat erfahren konnten, aber auch kosten durften. (Cristina Monica Andrei, 3AALG)


Am Nachmittag besuchten wir das Magritte-Museum und das Parlamentarium.


An diesem Tag haben wir das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel besucht: das Parlamentarium. ,,Geschichte, Geschichte, Geschichte‘‘ das kann ich sagen! Wenn man ein bisschen Ahnung von der Vergangenheit Europas hat, fühlt man sich dort  überwältigt. Das Parlamentarium stellt durch bunte, aber extrem expressive Bilder die Ereignisse, die zur Gründung der EU führten, dar. (Andreea Vîlcu, 2AALG) 


Hauptziel der Brüssel-Exkursion war die Teilnahme der Wirtschaftswissenschaftenstudierenden an dem Seminar „Wachstum- Das Wunderheilmittel des 21. Jahrhundert?“. Zusammen mit weiteren Jugendlichen aus Frankreich, Deutschland und Luxemburg, sollten die Studenten und Studentinnen einige Lösungen zum Thema wirtschaftliches, digitales, kulturelles, soziales Wachstum in Europa finden. Die Gruppe wurde von Andreea Georgiana Popa eingeführt und danach begann die gemeinsame Zusammenarbeit, wobei verschiedene Gruppen von Studenten unterschiedliche Aufgaben hatten.


Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe sollte die Lösungen für drei verschiedene Themen, mit jeweils drei Unterthemen, finden:


1. Wachstum:

Wo möchten wir wachsen? An welche Aspekte des Lebens sollten wir uns fokussieren? Wirtschaftswachstum? Bildungswachstum? Oder vielleicht kein Wachstum?
Wie kann die EU die ärmsten Regionen der Welt helfen den wichtigsten Zutat für Wachstum, Bildung, zu sichern?
Wie sollte man Wachstum messen? BIP, Lebensstandard, Qualität der Umwelt,...?

2. Wachstum und Jugend:

Wie können wir Jugendlichen helfen ihren ersten richtigen Arbeitsplatz zu finden?
Wie kann Europa die Jugendliche unterstützen, die ihren eigenen Unternehmen gründen möchten?
Wie können wir die Inklusivität des Erasmus Projektes erhöhen? Wie können wir sichergehen, dass mehrere junge Leute aus den EU Mitgliedstaaten einander treffen und fördern?

3. Digitales Wachstum: 

Wie können wir ein digitaler Markt umsetzen?
Wie können wir künstliche Intelligenz besser verwenden ohne den Arbeitsmarkt zu gefährden?
Wie vermeiden wir, dass Globalisierung keine negative Effekte an die Umgebung hat? 


Der letzte Tag in der Hauptstadt war einer der interessantesten. Schon in der Früh machten sich die Studenten auf dem Weg  zum Europäischen Parlament, wo sie die Gelegenheit hatten, für aktuelle Probleme der Gesellschaft eine Lösung zu finden. Zusammen mit anderen 70 Studenten wurden, in Gruppen, Fragen zu den Themen Wachstum, digitales Wachstum und soziale Ungleichheiten beantwortet, die am selben Tag in Form von konkreten Vorschlägen den Abgeordneten  Martina Werner und Werner Langen präsentiert wurden. (Sylvia Matei, 2AALG)


Man führte eine Debatte, manche hinterfragten das Thema, man teilte uns wieder auf Kleingruppen ein, und wir mussten die Arten von Wachstum aufzählen und beschreiben. Jeder kam zu der Schlussfolgerung, dass man Wachstum braucht, wir haben auch über Net Growth, Win-Win Situationen, Staatsverschuldung, Binnenmarkt, Brexit, EU-freundlichkeit und EU-Skepsis gesprochen und uns unterhalten. Man sprach ein wenig auch über Bitcoin, Happy Index, die Lage Afrikas und über der Situation der Immigraten.


Heute, 2018, steht Europa vor einer Vielzahl von Problemen, Schwierigkeiten gab es aber seit immer. Nur durch Toleranz und Brüderlichkeit können wir diese zusammen lösen. (Andreea Vîlcu, 2AALG).


Am Ende der Themendiskussion haben die Teilnehmer ihre konkrete Vorschläge für Europaabgeordneten vorgestellt, die dann ihre Meinung bezüglich jedes Themas geäußert haben. 


Alles in allem war der Jugendseminar beim EU Parlament in Brüssel eine ausgezeichnete Erfahrung für die Studenten der deutschsprachigen Studienrichtung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmensführung. Die Studenten haben die Gelegenheit gehabt, theoretische und in der Universität erlernten Informationen über die Europäische Union mit anderen europäischen und gleichgesinnten Jugendlichen zu debattieren und für verschiedene strittige Probleme aus der EU mögliche Lösungen zu diskutieren. Der Jugendseminar war aber auch für die deutschsprachige Studienrichtung der Babeș-Bolyai Universität eine einzigartige Gelegenheit ihre eigene Sichtbarkeit im europäischen Rahmen zu steigen. (Andreea Popa, 3AALG  und Kathrin Groszhart, 2AALG).


Nach drei volle Tage in Brüssel, mussten die Studenten zurück nach Cluj-Napoca. Die brave Gruppe, voller Müdigkeit aber mit lebenslangen positiven Eindrücken, eilte zum Charleroi-Flughafen.


Es heißt, dass die Zeit schnell vergeht wenn man Spaß hat und so war es auch im Fall unserer Exkursion. Im Nu ist es schon Mittwoch und der Wecker klingelt wieder. Leider müssen wir den Geruch der Pommes und Waffeln zurücklassen, da es wieder nach Cluj-Napoca gehen soll, aber nicht ohne genügend belgischer Schokolade im Gepäck. (Cristina Monica Andrei, 3AALG)


Es war 5 Uhr morgens und jeder hatte ein komisches Gefühl: unsere Traumtage waren vorbei, schneller als ein Augenblick! Die Reise war toll und ist eine der Reisen über welche wir sicher auch nach Jahren mit Freude sprechen werden! Wie auch Konfuzius sagt:  Leuchtende Tage. Nicht weinen, dass sie vorüber sind. Lächeln, dass sie gewesen sind.“ (Andreea Vîlcu, 2AALG).

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